"Deutschland, siehst du das nicht?" – Berlin-Premiere mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45 am Sonntag, 10. Mai, 11:30 Uhr, Gemeindezentrum Hellersdorf

von Ev. Kirchenkreis Berlin Süd-Ost

"Deutschland, siehst du das nicht?" – Berlin-Premiere mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45 am Sonntag, 10. Mai, 11:30 Uhr, Gemeindezentrum Hellersdorf

"Deutschland, siehst du das nicht?" – Berlin-Premiere mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45 am Sonntag, 10. Mai, 11:30 Uhr, Gemeindezentrum Hellersdorf

Geschichte als Warnung - Untergang der Weimarer Republik (1929 - 1933) - mit Extra-Kapitel zu Marzahn-Hellersdorf
„Deutschland, siehst du das nicht?“ – der Titel greift eine eindringliche Zeile aus Kurt Tucholskys Gedicht Deutschland, erwache! von 1930 auf. Es ist ein scharf formulierter Warnruf vor Radikalisierung, Gewalt und dem Zerfall demokratischer Normen. Vielleicht ahnte Tucholsky bereits, dass der Untergang der ersten deutschen Demokratie bevorstand: Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, soziale Not, politische Radikalisierung, Straßenschlachten, Notverordnungen und Präsidialkabinette prägten das Bild – die junge Republik taumelte unaufhaltsam ihrem Ende entgegen.
Und doch war dies auch eine Zeit kultureller Blüte. Brecht und Weill erfanden die Oper neu, Walter Mehrings Der Kaufmann von Berlin löste einen Theaterskandal aus. Die Uraufführung von Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues provozierte Nazi-Proteste, während Marlene Dietrich als Lola die Leinwand eroberte. Massen strömten zu Sportveranstaltungen, Boxweltmeister Max Schmeling wurde zur Ikone, die Großstädte feierten Rausch und Rebellion: Sex, Drogen, Charleston.

In ihrem neuen Programm begeben sich Roman Knižka und OPUS 45 in diese dramatische wie schillernde Schlussphase der Weimarer Republik. Vom Tod Gustav Stresemanns bis zur Machtübernahme Hitlers verfolgt Roman Knižka die politischen und gesellschaftlichen Stationen dieses finalen Kapitels. Literarische Texte von Erich Kästner, Mascha Kaléko, Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky treffen auf zeitgenössische Reportagen und Tagebücher – etwa von Viktor Klemperer, Sebastian Haffner oder Dorothy Thompson.
Das Bläserquintett OPUS 45 bildet die musikalische Vielfalt der Epoche ab – mit Werken von Hanns Eisler, Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Paul Juon oder Jean Françaix. Daneben erklingen Schlager und Tanzmusik jener Jahre – von Cole Porter bis zu den Comedian Harmonists.

Dauer des Konzerts: ca. 90 Minuten (ohne Pause)
Eintritt frei!

Die Veranstaltung wird gefördert 
- vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Anti-diskriminierung, 
- vom Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Amt für Jugend und Familie
- von Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf.

 

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