Klaus Katsch (1943–2026): Bläser, Chorleiter, "Streiter für Christus" – ein Nachruf von Superintendent Hans-Georg Furian
von Superintendent Hans-Georg Furian
Klaus Katsch (1943–2026): Bläser, Chorleiter, "Streiter für Christus" – ein Nachruf von Superintendent Hans-Georg Furian
Mit Klaus Katsch verlieren wir einen beeindrucken Menschen, einen Streiter für Christus. Ich habe ihn als fröhlichen Menschen erlebt. Nie um ein Wort verlegen, auch wenn es auf Widerspruch stieß. Er sah sich im permanenten Einsatz, wenn es darum ging, dem Evangelium Türen und Herzen zu öffnen. So nimmt es nicht Wunder, dass einer meiner Vorgänger ihn in einer Notsituation zum Gemeindeleiter für den Bereich der Kirchengemeinde Mahlsdorf-Nord ernannte. Die Tatsache, dass es diese Funktion in unseren Ordnungen gar nicht gibt, zeigt: Klaus Katsch ließ sich durch Strukturen und Ordnungen nicht bremsen. Er war viel zu spontan, um da hineinzupassen. Und vertrat auch inhaltlich oft genug Randpositionen. Er war – in meinen Augen – ein Beleg für die Weite der Positionen, die in unserer Kirche ein zu Hause finden können. Beeindruckend war für mich auch, dass er jede Bläserprobe mit einem geistlichen Beginn und Abschluss durchführte; etwas, das es in wenigen Chören gibt! Es erinnerte uns Bläserinnen und Bläser aber daran, warum wir das machen: zum Lobe Gottes und zur Freude der Gemeinde. Auch dafür bin ich ihm dankbar. Der Kirchenkreis verliert einen beeindrucken Menschen, einen Streiter für Christus.
Unseren Herrn Jesus Christus bitte ich darum, dass Klaus Katsch erleben möge, was er geglaubt hat. Seiner großen Familie – und besonders seiner Frau Helga –, dass sie in unserem Glauben Halt und Trost finden; und Menschen, die sich für sie Zeit nehmen.
Hans-Georg Furian
Superintendent des Kirchenkreises Berlin Süd-Ost
Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch, dem 25. März 2026, um 10.00 Uhr in der Ev. Kreuz-kirche, AlbrechtDürer-Str. 35, 12623 Berlin, statt, mit anschließender Beisetzung auf dem Friedhof, Walter-Leistikow-Weg 10-13. Dem Wunsch von Klaus Katsch folgend, wird anstatt von Blumen und Kränzen um eine Spende für Israel (ICEJ) gebeten.

