Kulturstaatsminister Wolfram Weimer übergibt Pfarrer Andreas Döhle Förderurkunde für Bekenntniskirche in Berlin-Treptow
von Ev. Kirchenkreis Berlin Süd-Ost
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat am Donnerstag, 27. August 2026, die Bekenntniskirche in Berlin-Treptow besucht. Pfarrer Andreas Döhle nahm die Förderurkunde des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für die denkmalgerechte Sanierung des Kirchengebäudes entgegen.
Der Bund stellt dafür 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Förderung in gleicher Höhe durch das Land Berlin ist in Aussicht gestellt, bislang jedoch noch nicht bewilligt. Die Kirchengemeinde hofft, dass die entsprechende Zuwendung zeitnah erfolgen kann. Zum Sanierungsprogramm gehören unter anderem die Fassade, die barrierefreie Erschließung, Treppenhäuser und der Kirchraum.
Die Bekenntniskirche ist ein bedeutender Ort der Berliner Zeitgeschichte. In den 1980er-Jahren öffnete sich die Gemeinde für politisch bedrängte Menschen und oppositionelle Gruppen. Hier fand auch der „Arbeitskreis Schwule in der Kirche“ einen geschützten Raum. Diese Selbsthilfegruppe war die erste Einrichtung dieser Art in Ost-Berlin. Daneben trafen sich in der Gemeinde Friedensgruppen und Ausreisewillige. Im Herbst 1989 wurde die Kirche zu einem Treffpunkt der Friedlichen Revolution; unter ihrem Dach kamen Oppositionelle und Bürgerbewegungen zusammen. Die Sanierung dient damit nicht nur dem Erhalt eines besonderen Kirchenbaus, sondern auch eines wichtigen Erinnerungsortes.







