Neue Kreissynode ist jünger, weiblicher – deutlich mehr Frauen im Kreiskirchenrat – Beschlüsse zum Kitaträger und Antrag an Kirchenleitung, sich für Verbot der AfD einzusetzen
von Ev. Kirchenkreis Berlin Süd-Ost
Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Süd-Ost hat auf ihrer konstituierenden Sitzung am 7. März 2026 einen neuen Kreiskirchenrat gewählt, in dem deutlich mehr Frauen vertreten sein werden. Beschlüsse: zur Konsolidierung des kreiskirchlichen Kitaträgers und scharfe Kritik an der demokratiefeindlichen Politik der AfD.
Kontinuität und Neuanfang: Beides spielte auf der ersten Tagung der neuen Kreissynode (Legislatur 2026 bis 2031) eine große Rolle. In ihren Funktionen bestätigt wurden Präses Stefan Ebmeyer, beide Vizepräses Kerstin Raack, Sebastian Seedorf und der Schriftführer Matthias Orphal. Das Präsidium komplettiert als stellvertretender Schriftführer Fabian Schön. Pfarrer Ulrich Kastner wurde als Stellvertretender Superintendent gewählt.
Die Wahl des Kreiskirchenrats sorgte dafür, dass nicht mehr nur eine Frau – wie in der Vergangenheit – in diesem wichtigen Gremium mitarbeitet, sondern in Zukunft 5 von 13 Mitgliedern des Kreiskirchenrats Frauen sind.
In der kommenden Legislatur wird es sechs kreiskirchliche Ausschüsse geben: „Bau“, „Haushalt“, „Ökumene & Partnerschaften“, neu sind die Ausschüsse „Öffentlichkeitsarbeit“, „Kita“ und „Ordnungsausschuss“
Die Kreissynode folgte der Empfehlung des Kreiskirchenrats, den Jahresüberschuss 2024 zur Fehlbedarfsfinanzierung für die Kita des Kirchenkreises in Fredersdorf zu verwenden – mit dem Zusatz, dass zur nächsten Tagung der Kreissynode am 26. September 2026 ein Finanzierungskonzept für den Kitaträger des Kirchenkreises vorzulegen sei.
Der auf der Synode eingebrachte Antrag, die Kirchenleitung solle sich für ein Verbot der AfD einsetzen, wurde nach Aussprache mit großer Mehrheit angenommen.
Die Kreissynode kommt als regionales Kirchenparlament zweimal im Jahr zusammen. Sie berät und entscheidet über die Belange des Kirchenkreises.

